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Wohnraum-Initiative in der Gemeinde Althengstett

Das Thema Wohnen beschäftigt die Gemeinde seit vielen Jahren auf verschiedenen Ebenen. In den letzten Jahren sind Neubaugebiete entstanden und Flächen nachverdichtet worden. Baulücken wurden geschlossen oder alte Gebäude durch funktionalere neue Gebäude ersetzt. Weiterhin sind Gemeinderat und Gemeindeverwaltung bestrebt, eine Wohnraumgesellschaft zu gründen, um die Liegenschaften der Gemeinde besser nutzen und als Gemeinde aktiv Wohnraum schaffen zu können. Dennoch besteht in Althengstett auch weiterhin eine hohe Nachfrage sowohl nach Wohneigentum als auch nach Mietwohnungen. Besonders betrifft dies junge Familien, die häufig keine Immobilie finden, um sich zu vergrößern und so in zu kleinen Wohnungen festsitzen. Andererseits sind aber auch ältere Menschen betroffen, die ihre Wohnfläche gerne verkleinern möchten und keine passenden Objekte finden. Kurzum: es ist wenig Bewegung auf dem Wohnungsmarkt.

Die Gemeindeverwaltung möchte ein Bewusstsein dafür schaffen, dass es eine hohe Nachfrage nach Wohnraum gibt. Immer wieder treten Menschen an die Verwaltung oder unsere MitarbeiterInnen heran auf der Suche nach Wohnraum.

Für eine Gemeinde ist es wichtig, dass Wohnraum gut genutzt wird. Wir alle profitieren von der Infrastruktur in unserer Gemeinde. Schulen, Sporthallen, Hallenbad sind nur die sichtbarsten Beispiele – all das kann sich eine Kommune nur dann leisten, wenn die entsprechende Bevölkerungszahl in der Gemeinde wohnt. Unsere Gemeinde ist in den letzten 25 Jahren trotz der Neubaugebiete bei der Einwohnerzahl stabil geblieben.

Es gibt in unserer Gemeinde viel Wohnraum, der leer steht. Mit der Welle der Hilfsbereitschaft bei der Unterbringung der Ukraine-Geflüchteten haben wir als Gemeindeverwaltung erlebt, dass Menschen bereit sind, Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Wir haben auch erfahren, welche Hürden es häufig gibt, Wohnraum tatsächlich wieder dem Wohnungsmarkt zuzuführen. Dazu gehören zum Beispiel technische Herausforderungen, wenn Zählerplätze nicht getrennt sind und die Umrüstung mit Mühe und Kosten verbunden ist. Oder Durchgangszimmer oder fehlende Abtrennungen oder Türen. Häufig haben potentielle Vermieter auch Befürchtungen wie: Kommt die Miete dann auch? Welche Probleme könnte es im Haus mit Lärm oder Müll geben?

In den letzten Jahren haben wir in der Gemeindeverwaltung viele gute Beispiele erfahren, wo Menschen vermietet haben und gute Mietverhältnisse entstanden sind.

Heute möchten wir Sie über zwei Beratungsmöglichkeiten für potentielle Vermieter und für interessierte Mieter informieren.

„Herein“ – kirchliche Wohnraumoffensive der Caritas Schwarzwald-Gäu

Die Caritas unterstützt mit ihrer Wohnraumoffensive Menschen dabei, ein bezahlbares Zuhause zu finden. Der Vorteil des Konzeptes ist: Potenzielle Vermieterinnen und Vermieter werden unterstützt bei der Auswahl ihrer MieterInnen und der Erstellung der Vertragsunterlagen. Die MieterInnen werden von der Caritas betreut – sowohl vor Abschluss des Mietvertrages als auch bis zu zwei Jahre danach. Auf diese Weise können auftretende Fragen sowohl auf Mieter- wie auf Vermieterseite gemeinsam mit der Caritas geklärt werden. Die Vermittlung richtet sich insbesondere an Menschen mit geringem Einkommen, alleinerziehende Eltern, SeniorInnen oder Menschen mit Handicap – also Menschen, die es besonders schwer haben bei der Wohnungssuche. Die Gemeindeverwaltung wird eine Kooperation mit der Caritas Schwarzwald-Gäu eingehen und die Vermittlungsarbeit der Caritas durch Öffentlichkeitsarbeit unterstützen.

An die kirchliche Wohnraumoffensive können sich sowohl MieterInnen auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum wenden als auch VermieterInnen, die Unterstützung bei der Vermietung möchten oder auf der Suche nach passenden MieterInnen sind.

Die Ansprechpartnerin Bettina Hummel-Lehnhardt ist unter der Telefonnummer 07031/649633 oder
per E-Mail an hummel-lehnhardt@caritas-schwarzwald-gaeu.de zu erreichen.

„Projektgruppe Wohnen“ – eine ehrenamtliche Initiative aus dem Zukunftsdialog

Im Zukunftsdialog hat sich eine Gruppe von Haupt- und Ehrenamtlichen mit dem Thema Wohnen beschäftigt. Die Ehrenamtlichen kommen aus allen Ortsteilen und sind Menschen, die langjährig in unserer Gemeinde engagiert sind. In Kooperation mit dem Familienzentrum machen wir potenziellen Vermietern ein Gesprächsangebot. Eigentümer, die verfügbaren Wohnraum haben und sich mit dem Gedanken einer Vermietung tragen, können sich gerne an das Familienzentrum wenden. Auf Wunsch vermitteln wir Ihnen einen Gesprächspartner, der mit Ihnen über Chancen und Herausforderungen einer Vermietung spricht. Sehr gerne unterstützen wir auch bei alternativen Wohnformen, beispielsweise wenn ältere Menschen nicht mehr alleine in ihrem Haus wohnen und eine(n) UntermieterIn aufnehmen möchten. Potenzielle VermieterInnen können sich an Barbara Ogbone vom Familienzentrum wenden über barbara.ogbone@althengstett.de. Sie werden dann auf Wunsch an einen Gesprächspartner weitervermittelt.